Life is a story: Du schaffst das nicht!

Skyline New York. Bild von pixabay.com - Michael Pewny
Eine "short story" von Gudrun Anders.

Heute kam eine Klientin zu mir und fragte mich: „Frau Anders, wie schaffe ich es, meine
Panikattacken und Angstzustände zu bewältigen?“

Sie legte mir noch einen Bogen Papier auf den Tisch auf dem sie einiges niedergeschrieben hatte. Sie berichtete hier von ihren momentanen Ängsten, eine Ausbildung aufgrund der Angstzustände nicht beenden zu können.

Sie hatte es sogar niedergeschrieben: „Ich habe den Gedanken und das Gefühl, es nicht zu schaffen.“ Ein Glaubenssatz, der uns das Leben ganz schön schwer machen kann! Denn: DAS genau ist die Angst. Das ist das Gedankenkonstrukt, welches das Gefühl es nicht zu schaffen, hervorruft.

Wir unterhielten uns eine Weile. Über rotierende Gedanken, tief sitzende Emotionen, die noch keinen Weg ans Licht erhalten hatten. Wir dachten nach über ihre Talente und Vorlieben und welche Dinge im Leben sie gern machte und bis jetzt schon erreicht hatte. Wir philosophierten über Herzensdinge und so manchen Schwachsinn, den der Verstand uns gern glauben machen möchte.

Am Ende des Gesprächs sah sie klarer, meinte, sie sei eigentlich ein Herzensmensch, der aber im Dauerstress des täglichen Lebens eher dazu neigte, dem Kopf zu glauben. Schließlich war das Umfeld auch sehr negativ. Andere Menschen neigen sehr oft dazu, uns klein zu machen, damit sie sich selbst besser fühlen.

Wissen Sie, wie oft man mir gesagt hat, dass ich etwas nicht kann?

Sie sagten zu mir als Teenager: „Geh nicht so viel schwimmen, das bringt dir nichts ein. Lern lieber!“ Ich aber ging beinah täglich schwimmen, freute mich des Lebens, hatte Spaß und war fit. Ich kam in die Schulstaffel und in der 10ten Klasse war ich schulschnellste Schwimmerin. Zwei Jahre später war ich Teilnehmerin der Deutschen Meisterschaften.

Als ich mich in den 80er Jahren selbständig machen wollte, sagte man mir: „Das schaffst du nicht. Such dir eine vernünftige Anstellung und verdien mal erst mal Geld!“

Das aber hatte ich schon gehabt. Ich hatte Anstellun-gen, die mir nicht mehr gefallen hatten. Und ich wurde darüber krank. Ich machte mich selbständig mit einem kleinen Laden, den ich etliche Jahre erfolgreich führte. Da war ich in meinem Element.

Ich wollte ein Buch schreiben. Einfach so, weil es mir Spaß machte. Man sagte zu mir: „Wozu so viel Zeit und Arbeit in etwas stecken, dass dir nichts einbringt?“ Ich schrieb mein erstes Buch und auch ein zweites, aber einen Verleger dafür fand ich nicht.

Ich fand einen neuen Weg des Publizierens und viele sagten mir, es wäre eine brotlose Kunst und würde davon niemals leben können. Jahre später, nachdem ich mehrere Bücher veröffentlicht hatte, hatte ich Deutschlands ersten spirituellen On-Demand-Verlag und half weit über 150 Autoren ihr Buch zu veröffentlichen.

Es tat mir weh, was andere sagten, denn tief in mir war ich von dem Gedanken beseelt, dass alles möglich ist, wenn man es nur aufrichtig genug möchte. Eigentlich spielt es keine Rolle spielt, was „sie“ – die anderen – sagen. Es kann uns eigentlich quer am Allerwertesten vorbei gehen. Wenn da nicht dieser kleine Same gesät worden wäre, der uns an uns selbst immer und immer wieder zweifeln lässt.

Trotzdem: Was andere sagen, hat keine Bedeutung. Nur dann, wenn wir ihm Bedeutung (und damit die Macht) geben, wird es bedeutsam auch für uns!

Vor Jahren erzählte mir einmal jemand eine kurze, aber anschauliche Analogie. Der Erfolgstrainer mein-te, es gäbe zwei Arten das höchste Gebäude der Stadt zu errichten.

Die eine Art wäre, einfach das höchste Gebäude der Stadt zu errichten. Die andere Art wäre, einfach zu versuchen alle anderen hohen Gebäude der Stadt einzureißen, damit das eigene das höchste Gebäude wird.

Jeder halbwegs normal denkende Mensch wird mir und diesem Erfolgstrainer doch Recht geben und Variante 1 wählen und versuchen das höchste Ge-bäude der Stadt zu bauen. Das sind die Menschen, die denken, dass sie es schaffen können. Die anderen Menschen, die Dir glaubhaft machen wollen, dass Du das nicht schaffst, gehören zur zweiten Kategorie.

Diese Menschen versuchen Dich – uns – herunterzuziehen auf ihr niedriges Niveau, damit sie sich selbst besser fühlen. Dann haben Sie nämlich weniger Angst, dass Du sie überholen könntest. So versuchen sie zu vermeiden, sich selbst als Versager zu fühlen. Und sie vermeiden, sich ihrer eigenen Ängste zu stellen.

Lass diese Menschen los, wenn du den Kopf über Wasser behalten möchtest! Lass sie gehen. Sollen sie ihr bescheidenes Ding machen und weiter im Matsch rumwühlen.

Wenn du fliegen willst, dann flieg! Fliegen verträgt diesen Ballast nicht, daher musst Du Dich davon lösen. Und du solltest dich mit Menschen umgeben, die dir helfen und dich voran bringen können. Gemeinsam schafft ihr es nämlich viel schneller das höchste Gebäude der Stadt zu errichten!

Du schaffst das!!

(c) Gudrun Anders, Aachen. www.gudrun-anders.de

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